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Der vergangene Winter setzte vielen Bienenvölkern arg zu. Bild: Bianca Ackermann / Unsplash

Ein süsseres Honigjahr für Zuger Imker

Mussten die Imkerinnen und Imker schweizweit im vergangenen Jahr herbe Verluste verzeichnen, so sieht es dieses Jahr für sie wieder etwas besser aus. So auch für die Zuger Imkerschaft.

Warme Temperaturen und nur wenig Niederschlag im Frühling bescherten Schweizer Imkerinnen und Imkern heuer ein ertragreicheres Honigjahr als im Jahr zuvor. Das Bienenjahr 2022 fing mit dem milden Frühlingsbeginn schon gut an. Die Völker hatten Zeit, sich gut zu entwickeln und waren für die Bestäubung bereit, als bei steigenden Temperaturen die Blüten spriessten. Auch die Zuger Imkerschaft kann auf ein besseres Honigjahr zurückblicken. «Der Frühling war top, der Sommer hingegen ein Flop», fasst Cyrill Arnet, Präsident des Zuger Kantonalen Imkervereins, zusammen. Alles in allem spricht er von einem mittelmässigen bis guten Jahr.

Starke Winterverluste

Den Winter 2021/2022 überlebten laut BienenSchweiz, dem Imkerverband der deutschen und rätoromanischen Schweiz, 21,4 Prozent der Bienenvölker in der Schweiz nicht. Sprich, rund jedes 5. Bienenvolk starb. Im Vorjahr waren es nur 14,2 Prozent. Der höchste Verlust seit zehn Jahren war vor allem dem kalten und nassen Frühling und Sommer 2021 geschuldet. Dies bedeutete nach der schlechten Honigernte im Jahr 2021 einen weiteren Rückschlag für die Schweizer Imkerschaft. Auch die 181 Zuger Bienenzüchter mit insgesamt 2800 Bienenvölkern und rund 154,2 Millionen Bienen waren von hohen Verlusten betroffen, wie Cyrill Arnet sagt. Trotzdem ist der Imker zuversichtlich, dass der nächste Winter besser wird: «Die meisten Imkerinnen und Imker haben zurzeit gute und gesunde Völker.»


Carole Bolliger, ftmedien.ch, 28. Oktober 2022