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Schaufenster f Kunst im öffentlichen Raum 26 James Turrell, Light Transport, (2003) Das Werk Light Transport von James Turrell ist integraler Bestandteil des Bahnhofs Zug der 2003 von Hornberger Architeckten erbaut wurde. Die imposante Lichtinstallation des 1943 geborenen Amerikaners James Turrell akzentuiert den Bahnhof Zug nachts als farbige Stadtkrone. Für die fünfge- schossige Bahnhofhalle mit dem Glasdach und die südliche Glasfassade konzipierte Turrell computerge- steuerte Lichtszenen mit sich verändernden Farben für die drei Galeriegeschosse der Bahnhofshalle, das Glasdach und die zum See gerichtete Hauptfassade. In der Dämmerung wird das Gebäude zum faszinierenden Lichtraum mit subtilen Stimmungsänderungen. Ein leuchtendes Volumen, das in die nächtliche Stadt hinaus strahlt, nach dem sich die Hektik des alltäg- lichen Bahnhofbetriebs gelegt hat. Die grosse, leere Halle wird zum stil- len Ort der Kontemplation. Das Licht füllt ihn aus. Verzauberung, Verunsicherung, Erregung oder gar Ergriffenheit treten ein. James Turrell geht es um eine Verführung zum Sehen: « Sense of sensing, awareness of perception, a reflexi- ve act » (Das Sinnliche erfühlen, der Wahrnehmung bewusst werden, die Reflexion suchen). Physische Architektur verwandelt sich in immaterielle, sinnliche Erscheinung. Licht nimmt umgekehrt körperliche Qualitäten an, wird gewissermassen zum greifbaren Stoff – der Bahnhof als Zentrum modernen Lebens und als einzigartiges Haus der Kunst. Von ihm führen viele faszinierende Kunstwege durch die Stadt. Lichtinstallation, schaltet bei Dämme- rung automatisch ein, SBB Bahnhof Zug, Alpenstrasse 20, Eigentümerin SBB CFF FFS.

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